Photogravüre / Heliogravüre
Die Grundlagen der Erfindung reichen bis in die frühesten Anfänge der Phtotographie. Der Erfinder der Heliogravüre ist Fox Talbot ( 1858). Die Kupferplatten wurden mit
Chromgelatine beschichtet und in Eisenchlorid unterschiedlicher Konzentrationen geätzt.. H. Garnier, Lemercier et Cie, Goupil & Cie in Paris stellten schon in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts vorzügliche Heliogravüren her, die echte Halbtöne wiedergaben.
Die Methode war wahrscheinlich eine galvanische Abformung. Der Prozess Garnier-Dujardins bestand aus einer dreimaligen Ätzung nach drei in der Gradation unterschiedlichen Negativen.
Die Chromgelatine wurde hierbei direkt auf die Platte gegossen und mittels Schleuder hauchdünn verteilt.
Karl Klic kombinierte 1876 die Heliogravüre mit dem von J.W. Swan erfundenen Pigmentverfahren, wobei zuerst ein Pigmentpapier hergestellt wird, welches die Chromgelatine trägt, und auf die Kupferplatte nach der Belichtung übertragen wird. Dadurch wurde die Durchführung der Heliogravüre enorm vereinfacht.
Klic entwickelte seine Methode weiter, indem er das Pigmentpapier auf Kupferzylinder übertrug und anstelle der Aquatinta ein Netz
(Raster) kopierte. Der Rotationstiefdruck ist bis zum heutigen Tage im Einsatz.
In Deutschland ist er allerdings weitestgehend durch die Digitalgravüre ersetzt.
Einer der letzten Hersteller des Pigmentpapiers in Europa ist die MacDermit Autotype Company in England.
Hanfstengel in München stellte die Produktion 1993 ein.